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Humboldt-Universität zu Berlin - Mathematisch-Naturwissen­schaft­liche Fakultät - Theoretische Chemie

Martin Schütz

 

 

 

In tiefer Trauer teilen wir mit, dass unser lieber Freund und Kollege

 

Martin Schütz


am 25. Februar 2018 daheim im Kreis seiner Familie im Alter von 54 Jahren nach einem schweren Kampf gegen seine Krankheit verstorben ist.


Martin Schütz wurde 1963 in Burgdorf (Schweiz) geboren. Er hat seinen Doktortitel in der physikalischen Chemie 1993 an der Universität Bern erworben. In seiner Doktorarbeit hat er unter der Betreuung von Prof. S. Leutwyler die vibronischen Effekte in Lösungs-Clusters experimentell und theoretisch erforscht. Nach der Promotion hat Martin Schütz sich auf die Theorie fokussiert. Sein erster Postdoc war an der Universität Lund (Schweden) mit Prof. B. Roos, wo er die Direct-Hartree-Fock- und Direct-MP2-Methode entwickelt und implementiert hat. Für diese Arbeit wurde er mit dem SUP'Prize 1996 ausgezeichnet. Danach verbrachte er mehrere Jahre an der Universität Stuttgart mit Prof. H.-J. Werner. Von Martin Schütz wurden dort die ersten Pionierarbeiten im Bereich der lokalen quantenchemischen Methoden realisiert. In Stuttgart habilitierte er 2001 und wurde im Jahr 2002 als Hochschuldozent (C2) ernannt. Im Jahr 2004 erhielt er einen Ruf als Universitätsprofessor (C3) der Universität Regensburg. Seit 2016 war Martin Schütz Professor der Theoretischen Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Nachfolger von Prof. J. Sauer.


Wissenschaftlich wird Martin Schütz unter anderem für seine bahnbrechenden Beiträge in der Quantenchemie der komplexen Systeme in Erinnerung sein. Er war einer der Pioniere der lokalen Post-Hartree-Fock-Theorie, die heutzutage in vielen Gruppen weltweit sehr intensiv entwickelt und anwendet wird. Diese Theorie erlaubt eine hochpräzise theoretische Beschreibung der Grund- und angeregten Zustände der großen Moleküle und Kristalle.


Martin Schütz war zudem eine sehr nette und fürsorgliche Person. Wir werden ihn schwer vermissen.


Die Trauerfeier fand am Donnerstag, den 1. März 2018, um 15 Uhr am Dreifaltigkeitsbergfriedhof in Regensburg statt.


Unser tiefstes Mitgefühl ergeht an seine Familie, Freunde und seine Verwandten.


Denis Usvyat sowie Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Chemie